Dienstag, 18. Mai 2010

Die Faszination Marokkos im Land der Berber hautnah erleben

Rote Zelte in der Wüste Marokkos

Berber, Sahara und Hoher Atlas, Casablanca und Marrakesch. Marokko ist dem europäischen Kontinent so nah und dennoch ganz anders.

Trekkings, Entdeckertouren oder Radurlaub im Land der Berber

Wikinger Reisen präsentiert die schönsten Seiten dieses faszinierenden Königreichs auf sechs unterschiedlichen Touren: Entdeckerreisen mit Kamelsafaris und Kultur, sportliche Trekkings und eine Radreise. Neu ist ein preisgünstiger Trekking-Kurztrip: das 8-tägige orientalische Bergabenteuer von Marrakesch zum Mount Toubkal startet erstmals Ende Mai. Alle Angebote setzen auf den wikingertypischen nachhaltigen, landnahen Tourismus.

Trekkings in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Trekker haben die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden. Das neue Kurztrekking gehört zur 3-Stiefel-Kategorie und ist damit recht sportlich. Auf Naturfans wartet die pure marokkanische Bergwelt, der Viertausender Toubkal und ein unvergessliches Saharapanorama. Zum Abschluss gibt es noch eine "Teatime" in Marrakesch. Etwas weniger anspruchsvoll ist das zweite Trekking im Hohen Atlas auf alten Maultierpfaden in den ursprünglichen Bergregionen des Djebel Toubkal. Es kombiniert Wüsten- und Bergerfahrungen. Man erlebt den Alltag in Berberdörfern. Die einfachste Variante führt für 15 Tage in den Süden Marokkos – zu einem außergewöhnlichen Naturerlebnis in der Bilderbuchwüste. Mit Pausen in fruchtbaren Oasen, Besuchen in typischen Kasbahs und einem sechstägigen Wüstentrekking. Weitere Stationen sind Marrakesch, Zagora, Taroudant am Fuß des Hohen Atlas und Agadir.

Kameltrekking und Geschichten aus 1001 Nacht

Freitag, 7. Mai 2010

Hilferuf von Nomaden aus der Sahara

Hungersnot bedroht Millionen Viehzüchter und Bauern in der Sahelzone – Höhepunkt der Katastrophe wird im Juni erwartet

Viehzüchter müssen Tiere zu Spottpreisen verkaufen
Mehr als zehn Millionen Viehzüchtern und Bauern in der Sahelzone droht wegen ausbleibender Regenfälle eine Hungerkatastrophe, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch, den 24. März 2010. "Besonders schlimm betroffen sind 7,8 Millionen Menschen in Niger, zwei Millionen Bewohner des Tschad, 500.000 Tuareg und andere Nomaden im Nordosten Malis", berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Der Höhepunkt der Hungerkatastrophe wird im Juni erwartet. Vor dem Krisengipfel der Präsidenten der Sahelstaaten in N’Djamena (Tschad) richteten Repräsentanten des Viehzüchter-Netzwerkes Billital Maroobé aus der Sahelzone einen dramatischen Hilfsappell an die Staatschefs. "Wir schaffen es nicht mehr, unsere Herden zu ernähren, daher müssen wir die Tiere nun zu Spottpreisen verkaufen", erklärten sie in einem Offenen Brief an die Staatspräsidenten.

Langfristige Unterstützung zur Erhaltung der Herden nötig
"Die Viehzüchter brauchen nicht nur Nahrungsmittelhilfe, sondern langfristige Unterstützung bei der Erhaltung ihrer Herden", forderte Delius. Vom Hunger bedroht sind Tuareg, Peulh, Toubou, Bella und andere ethnische Gruppen, die seit Jahrhunderten in der Sahelzone leben. "Trotz der widrigen geographischen Bedingungen haben es diese Völker gelernt, sich klimatischen Veränderungen und anderen Herausforderungen anzupassen. Doch mit dieser Krise sind sie überfordert", sagte Delius. "Wenn die Halbnomaden und Bauern nicht genug ernten, müssen sie ihr Vieh verkaufen, um Nahrungsmittel erwerben zu können. Wenn das Vieh massenhaft geschlachtet wird oder wegen mangelnder Weidegründe stirbt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch die Menschen sterben. Denn die Viehherden sind für viele Bewohner der Sahelzone Supermarkt und auch Sparschwein." Die großen Herden von Ziegen, Schafen, Rindern und Kamelen liefern Milch, Butter, Käse und Fleisch. Rund 50 Millionen Nomaden und bis zu 200 Millionen Halbnomaden leben in den Trockengebieten Nordwest- und Ostafrikas von der Viehzucht.

Ausbleibende Regenfälle auch in Burkina Faso und Nordnigeria

Die Tuareg - Wasser ist Leben - Sonderausstellung in Bremerhaven

Vom 05. Juni bis 31.August 2010 zeigt das Klimahaus8°Ost in Bremerhaven die Sonderausstellung Die Tuareg - Wasser ist Leben.

Die Reise im Klimahaus führt auf dem 8.Längengrad Ost auch durch das afrikanische Wüstenland Niger. Immer wieder muss die Bevölkerung gegen Trockenheit, Wasserknappheit und somit auch Nahrungsmittelknappheit kämpfen.

Die Tuareg haben Ihr Leben der Sahara angepasst
Seit Jahrhunderten leben die Tuareg angepasst an ihren kargen, trockenen Lebensraum – die Wüste. Doch die voranschreitende Desertifikation, Auswirkungen des Klimawandels sowie ökonomische und politische Widrigkeiten, wie unpassierbare Ländergrenzen und der zunehmende Uranabbau in Niger bedrohen den Erhalt ihrer Lebensform. Dürren, Ernteausfälle und Analphabetismus gehören zu den konkreten Problemen, mit denen das oft mythenumwobene Wüstenvolk tagtäglich zu kämpfen hat.

Ausstellung mit DiaVortrag, Diskussion und Kinderprogramm
Auf 120 m² lädt die Ausstellung auf eine Reise zu den Kamelkarawanen des 21. Jahrhunderts, Wüsten-Blues und Geschichten aus der Sahara ein. Fotografien vom Saharaexpeditionsleiter Edgar Sommer, Kunsthandwerk und Alltagsgegenstände zeigen die Kultur und Lebensweise der Wüstennomaden, die sich selbst „Imuhar – die freien Menschen“ nennen.
Es werden Filme über die Kultur der Tuareg gezeigt, eine Tagung zum Thema Klimawandel und Desertifikation durchgeführt und während der Sommerferien findet ein Kinderprogramm mit Basteln von Spielzeug, Kochen von Hirsebrei, etc. statt.

Ausstellung:
Eröffnung zur Langen Nacht der Kultur am Samstag, 05. Juni 2010 ab 18 Uhr
mit Ibrahim Kane Annour aus Niger, Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker und Edgar Sommer vom Cargo Verlag.
Anschliessend Diskussion zur aktuellen politischen Lage der Wüstennomaden im Niger nach dem Putsch gegen den Präsidenten Tandja im Februar 2010, Verkauf von traditionellen Speisen der Tuareg und Vorführung des Films "Asshak - Geschichten aus der Sahara".
Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei!


Weitere Informationen zeigt folgender Flyer: http://klimahaus-bremerhaven.de/sites/default/files/attachments/Flyer_Tuareg_web.pdf

Reisen zu den Tuareg in die Sahara bietet http://www.cap-sahara-tours.de/ an.

Die Tuareg - Wasser ist Leben
Klimahaus 8°Ost Bremerhaven
5. Juni bis 31. August

Samstag, 1. Mai 2010

Kaffee – Von Arabien in die Welt - Ausstellung

Kaffee – Von Arabien in die Welt - Ausstellung im Deutschen Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck des Vereins Arabisches Museum Nürnberg e.V.

Der Kaffee
Es waren Hirten, die die belebende Wirkung der roten Kirschen entdeckten. Systematisch kultiviert wurde der Kaffee zuerst auf der Arabischen Halbinsel. Von hier aus – genauer: Von der Hafenstadt Mokha im heutigen Jemen – gelangte er nach Europa. Papst Clemens VIII. segnete das Getränk und machte es salonfähig. Anfang der 1640er Jahre wurde das erste europäische Kaffeehaus im heutigen Sinne in Venedig eröffnet. Nach und nach wurde der Kaffee von der Luxusware zu einem Getränk für alle – und veränderte die Lebensgewohnheiten der Menschen grundlegend.

Ausstellungen rund um den Kaffee