Donnerstag, 17. November 2011

Tuareg gehen selbst gegen El Kaida vor

Am 16. und 17. November 2011 berät die Sicherheitskonferenz in Algier über den Terrorismus in der Sahara.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer neuen Tuareg-Revolte in Nordwestafrika. „Nach drei blutigen Aufständen in den vergangenen 20 Jahren drohen im Norden Malis erneut Unruhen unter den Ureinwohnern der Sahara, denn sie fühlen sich von der Regierung in Bamako im Stich gelassen“, sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. „Die wachsende Verunsicherung der Region durch El Kaida im Maghreb (AQMI) und die Militarisierung der Sahara schüren unter den Tuareg Unmut und sie wollen jetzt selbst die Initiative gegen AQMI ergreifen.“ Die Ureinwohner leiden unmittelbar unter den Folgen des Antiterror-Kampfes. In Algier beginnt heute eine von Algerien und Kanada organisierte zweitägige Konferenz, auf der Sicherheitsexperten über eine bessere Koordinierung des Kampfes gegen AQMI beraten.

Tuareg wollen weitere Ausbreitung von AQMI eindämmen
Tuareg haben unabhängig vom Antiterror-Kampf der Sahel-Staaten und ihrer westlichen Verbündeten Militäroffensiven gegen AQMI angekündigt, um die Terrorbewegung aus den Regionen Kidal, Gao und Timbuktu im Norden Malis zu vertreiben. So wollen Tuareg nicht nur die weitere Ausbreitung von AQMI eindämmen, sondern auch....

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Berichtigung: Ausstellung "Algerisches Kunsthandwerk" in der Algerischen Botschaft

Die Ausstellung "Algerisches Kunsthandwerk - Reise quer durch Europa" wurde kurzfristig in die algerische Botschaft verlegt. Auch die Vernissage findet am heutigen Mittwoch, den 26.10. um 18:30 in der algerischen Botschaft in Berlin statt.

Adresse:
Botschaft und Konsulat von Algerien
Görschstraße 45-46
13187 Berlin (Pankow)

Öffnungszeiten sind bis zum 03.November 2011 von 9:00 - 16:00 Uhr.

Freitag, 21. Oktober 2011

Ausstellung: Algerisches Kunsthandwerk - Reise quer durch Europa

Vom 24. Oktober bis 3. November 2011 präsentieren Kunsthandwerker aus Algerien ihre Produkte im Berliner Afrikahaus in der Bochumer Strasse (Tiergarten).

In diesem Herbst 2011 gibt sich die Algerische Kunsthandwerkskammer zum ersten Mal mit einer Wanderausstellung in Spanien, Frankreich und Deutschland die Ehre. Auf auserwählten Ausstellungsflächen stellen algerische Kunsthandwerker die Früchte ihrer Kreativität und ihres Könnens unter Beweis, die tief verankert sind in der Vielfalt der algerischen Geschichte und Kultur.

Reiche Symbolik auf Holz, Keramik, Stoff
Das spanische, französische und deutsche Publikum ist herzlich eingeladen, das algerische Kunsthandwerk in all seiner Pracht zu entdecken, mit seinen mannigfaltigen symbolträchtigen berberischen Verzierungen, Arabesken und Kalligraphien auf Holz, Metall, Stoff oder Keramik. Reich an Symbolik ist diese Sammlung, die von erfahrenen Handwerkerinnen und Handwerkern mit gewandter und geschickter Hand geschaffen wurde. Die Künstler verstehen es, den Anforderungen des traditionellen Handwerks und der edlen Materialien mit kreativen, innovativen und modernen Visionen gerecht zu werden.

Stärkung kleiner Betriebe schafft Arbeitsplätze für junge Leute 
Hauptziel des Programm EnACT ist die Entwicklung des Exportpotentials der Länder Nordafrikas und des Mittleren Ostens. Das Programm ermöglicht es den Empfängerländern, auf internationalem Niveau wettbewerbsfähig zu werden und ihre Exportbasis dank verbesserter Exportstrategien zu diversifizieren....

Donnerstag, 8. September 2011

Tuareg leiden unter Umbruch in Libyen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen weist auf die Gefahr hin, dass die Tuareg pauschal als "Gaddafi-Anhänger und Unterstützer" gesehen werden. Dies ist für einige wenige wahr, aber nicht für alle Tuareg, die in den Ländern, in denen sie leben, im Wesentlichen unter den Regierungen zu leiden haben.

Gaddafis Flucht und die Tuareg

Unter Libyens Tuareg wächst die Angst vor neuer Ausgrenzung und Diskriminierung nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen berichtete am Mittwoch, dass rund 500 Tuareg aus der Region Ghadames im Südwesten Libyens in den vergangenen Tagen im Nachbarland Algerien Schutz und Zuflucht gesucht haben.

Lage der Tuareg in Libyen katastrophal

Außerdem warne die „Koordination der Tuareg in Libyen“ vor Übergriffen und bezeichne die Lage der Ureinwohner im Land als „katastrophal“. Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius warnte: „Es ist fatal für die Tuareg, dass sie pauschal als Gefolgsleute Gaddafis dargestellt werden und ihnen sogar eine führende Rolle bei der Flucht des Diktators beigemessen wird. Damit wird einerseits ihr politischer Einfluss in Nordwestafrika überschätzt und gleichzeitig die Vielfalt der Tuareg-Bewegung ignoriert. Denn auch Repräsentanten der 600.000 in Libyen lebenden Tuareg wurden von Gaddafis Schergen bedroht und mussten deshalb das Land verlassen.“

Tuareg sind die Verlierer des Umbruchs in Libyen

Delius befürchtet, dass die Tuareg wieder einmal ...

Freitag, 24. Juni 2011

Aktionstag "Save me" in Mainz mit Lesung

Am 2. Juli findet in Mainz der Aktionstag "SAVE ME - Eine Stadt sagt ja" statt.
Neben weiteren Aktivitäten am Neubrunnenplatz lädt die Mainzer Verlegerin Donata Kinzelbach in das Flüchtlingszelt vom UNHCR ein.

Ab 12.30 Uhr liest sie aus dem aktuellen und bewegenden Buch "Gestrandet" von Youssouf Amine Elalamy einige Kapitel. Dieses Buch über zwölf Männer und eine Frau, die versuchen von Marokko mit einem kleinen Boot nach Europa zu gelangen und einen Schiffbuch erleben, steht auf der litprom-Bestenliste "Weltempfänger".

Langfristiges Ziel der „save-me-Kampagne“, die von PRO ASYL, dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden und Kirchen getragen wird ist es, durch viele Stadtratsbeschlüsse eine großzügigere Asylpolitik in Deutschland zu erreichen.

Weitere Informationen dazu unter:
http://www.save-me-mainz.de/terminleser/events/aktionstag.html
http://www.save-me-kampagne.de/
http://www.litprom.de/
http://www.kinzelbach-verlag.de/

Sonntag, 29. Mai 2011

Antiterror-Krieg in der Sahara - Tuareg fürchten Militarisierung

Tuareg in der Sahara sind besorgt über die Verschärfung des Antiterror-Krieges in den Wüstengebieten Nordwestafrikas. "Die Tuareg fürchten, dass der Einsatz von noch mehr Waffen und Soldaten die Unsicherheit in der Region nur weiter schüren wird, statt Sicherheit zu schaffen", berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Ende vergangener Woche hatten die Außenminister Algeriens, Nigers, Malis und Mauretaniens in Bamako (Mali) beschlossen, bis zu 75.000 Soldaten für den Antiterror-Krieg gegen "El Kaida im Maghreb" (AQMI) bereit zu stellen.

Antiterror-Strategie unglaubwürdig

"Diese Antiterror-Strategie ist unglaubwürdig und abenteuerlich und birgt für die traditionell in der Sahara lebenden Tuareg besondere Gefahren", sagte ...

Mittwoch, 5. Januar 2011

Marokko - Der glücklichste Mensch der Welt Buchtipp



Der glücklichste Mensch der Welt
Meine Reise zu den Geschichtenerzählern Marokkos von Tahir Shah

Tahir Shah’s Vater erzählte seinen Kindern gern Geschichten. Bei einem Urlaub in Marokko fährt die Familie nach Fes und erblickt am Stadttor Bab Bou Jeloud Männer, die am Boden sitzen. Seine Frau sagt: „Das sind Bettler“ – „Nein, das stimmt nicht“ entgegnet der Vater, „es sind Wächter einer uralten Weisheit.“ Tahir Shah wußte nicht, was sein Vater damit meinte. Er erklärte, dass diese Männer Geschichtenerzähler seien.

Die Geschichte des Herzens

Eines Tages erfährt der Autor, dass die Berber „die Geschichte ihres Herzens kennen“. Er fragt, was die Geschichte ihres Herzens ist ? Das soll jeder für sich herausfinden.

Da Tahir Shah aus einer Familie stammt, die sehr viel Wert auf die Weitergabe von Erzählungen legt, möchte er diese Tradition auch mit seinen Kindern fortsetzen und erzählt ihnen die Märchen seines Vaters und fügt seine Geschichten hinzu. Aber die Geschichte seines Herzens will er selbst noch suchen und so begibt er sich auf Reisen durch Marokko.

Reise zu den Geschichtenerzählern

Er reist nach Marrakech, in das Zentrum der Geschichtenerzähler des Landes, er lernt in Tanger einen Mann kennen, der ihm ein, für ihn, besonders wertvolles Exemplar der Geschichten aus Tausend und einer Nacht verkauft. In Fes, der ältesten Universitätsstadt Marokkos erfährt er weitere Geschichten und auch am Rand der Sahara in Tamegrout und M’Hamid warten wieder Erzähler auf Tahir Shah.

Alle halten für ihn viele Geschichten und Märchen, Weisheiten und Erfahrungen bereit, aber welche ist die Geschichte seines Herzens ? Wo findet er sie ?

Fazit:

Tahir Shah zeigt mit seinem Buch auch, wie wichtig es ist, die Überlieferungen, Traditionen und das „Wissen der Alten“ nicht zu vergessen. In Afrika sagt man: