Freitag, 28. September 2012

Islamisten dürfen finanziell nicht länger gefördert werden

Sicherheit in der Sahara – Internationale Staatengemeinschaft berät in New York über Militäreinsatz (26.September 2012)

Schutz der Zivilbevölkerung in Mali muss Vorrang haben 

Bei einer internationalen Militärintervention im Norden Malis muss der Schutz der Zivilbevölkerung absoluten Vorrang haben, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). „Ein Drohnen-Krieg in der Sahara birgt das große Risiko, dass irrtümlich Nomaden, Reisende und Händler, die sich außerhalb der Städte meist in kleineren Gruppen bewegen, getötet werden“, warnte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrfach Tuareg-Zivilisten von Soldaten aus Hubschraubern angegriffen und getötet, weil sie irrtümlich für Rebellen gehalten wurden.
Am Rande der UN-Vollversammlung wird die internationale Staatengemeinschaft am Mittwoch in New York über eine unmittelbar bevorstehende Militärintervention der ECOWAS im Norden Malis beraten. Die Intervention soll sich gegen die Terrorbewegung „El Kaida im Maghreb“ (AQMI) und verbündete radikale Islamisten richten, die inzwischen zwei Drittel des Staatsterritoriums Malis kontrollieren.

AQMI verdient ihr Geld mit Entführungen

Nachdrücklich appellierte die GfbV vor allem an die Staaten der Europäischen Union (EU), im Falle von Entführungen oder Geiselnahmen an AQMI und seine Verbündeten kein Lösegeld mehr zu zahlen.....

Islamisten fordern Scharia für Mali

Wachsender Einfluss von radikalen Islamisten in Nordwestafrika - Zunehmende Menschenrechtsverletzungen im Norden Malis
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor der Einführung der Scharia in allen Landesteilen Malis gewarnt. "Die Islamisten fordern nicht aus religiösen Gründen die Einführung des traditionellen muslimischen Rechts, sondern um ihre Macht zu demonstrieren und Kontrolle auszuüben", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag, den 24. September 2012 in Göttingen. "Diesem Druck nachzugeben würde einer Bankrotterklärung der Demokratie in Mali gleichkommen. " Die "Bewegung für die Einheit und den Jihad in Westafrika" (MUJAO) hatte am Wochenende die Einführung der Scharia in allen Landesteilen zur Bedingung für Friedensverhandlungen mit der Regierung Malis erklärt. Die MUJAO, El Kaida im Maghreb (AQMI) und die mit ihnen verbündete radikal-islamische Ansar Dine kontrollieren seit dem Frühsommer 2012 die nördliche Landeshälfte Malis.


Tuareg praktizieren gemäßigten Islam

Zwar sind 90 Prozent der Menschen im Norden Malis Muslime. Der dort praktizierte Islam galt jedoch immer als besonders gemäßigt. Alkohol- und Rauchverbote sowie das Tragen des Schleiers für Frauen waren unbekannt. "In Timbuktu müssen heute sogar Tuareg-Frauen, die traditionell niemals einen Schleier tragen, sich in der Öffentlichkeit nur verschleiert zeigen, wenn sie der Verhaftung entgehen wollen."

Unmenschliche Verstümmelungen als Machtdemonstration


Auch beklagte die GfbV die zunehmende Zahl ...


Donnerstag, 13. September 2012

Rue Darwin - Roman


Rue Darwin von Boualem Sansal

Deutsche Übersetzung von Christiane Kayser

„Geh, kehre in die Rue Darwin zurück“ hörte Yazid eine Stimme aus dem Jenseits. Er bekam eine Gänsehaut. Er stand am Bett seiner gerade gestorbenen Mutter, seine Schwestern und Brüder neben ihm. Sie haben nichts gehört.
Zurückzukehren hieße sich zu erinnern, an sein Leben als Kind in der Rue Darwin im Stadtteil Belcourt in Algier. Wollte er das? Hatte er nicht damit abgeschlossen?  

Zerrissene Familienbande
Seine Schwestern und Brüder leben inzwischen in Kanada, Amerika, Frankreich, einer ist in Afghanistan vom rechten Weg abgekommen, nur Yazid ist in Algerien geblieben.
Yazid hat sich sein Leben lang ...